
650 Jahre Werkzeugkompetenz in einer Sonderausstellung
Das Deutsche Werkzeugmuseum Remscheid präsentiert Tradition und Vielfalt einer Schlüsselindustrie
Insgesamt 650 Jahre alt sind sieben Werkzeughersteller, die ihre Geschichte und Gegenwart bis zum 29. August 2010 im Deutschen Werkzeugmuseum Remscheid präsentieren. Gezeigt werden alte und neue Werkzeuge, historische Kataloge und Dokumente. Die sieben Firmen - Mitglieder im Fachverband Werkzeugindustrie e. V. (FWI) - konnten in den Jahren 2009 und 2010 runde Jubiläen feiern.
Interessant sind die unterschiedlichen Erfolgsrezepte der Firmen, die anläßlich der Eröffnung der Ausstellung dargestellt wurden. So hat sich die August Blecher KG auf die Lösung bestimmter Sägeaufgaben und damit auf eine Marktnische spezialisiert. Andere Aussteller wie GEDORE und ROTHENBERGER sehen dagegen in einem möglichst breiten Sortiment an Handwerkzeugen die Basis für ihren langjährigen Erfolg. Ein zweites Standbein neben der Werkzeugproduktion hat sich die Firma Paffrath OHG geschaffen. Sie bietet anderen Herstellern Tauchlackierungen und Laserbeschriftungen an.
Älteste Firma mit 225 Jahren ist die Kirchhoff Witte GmbH. Begonnen hat sie mit der Fertigung von Nähnadeln – heute ist sie einer der führenden Hersteller von Bits und Schraubendrehern.
Ein typischer Dienstleister der Werkzeugindustrie ist die 25-jährige Laserschnitt-Firma LACURA. 25 Jahre alt ist auch die Firma ZWH Hieke. Sie stellt Sonderwerkzeuge her, ohne die viele Zerspanungsaufgaben in der Automobil- und Flugzeugindustrie in der heute geforderten Präzision nicht möglich wären.
Wichtige Erfolgsfaktoren sind der enge Kontakt zu den Kunden und die stetige Weiterentwicklung der Produkte. Letzteres wird aufgrund der hohen Entwicklungs- und Anlaufkosten immer riskanter. Hier müssen die Entwickler die Kaufleute von ihren Ideen oft überzeugen, wie Wolfgang Etmanski von GEDORE aus eigener Erfahrung berichtete.
„Fast ein Drittel der 148 FWI-Mitgliedsfirmen sind älter als 100 Jahre“, betonte FWI-Geschäftsführer Rainer Langelüddecke anläßlich der Eröffnung. Diese lange Tradition spiegelt sich auch in der Verbandsgeschichte der Werkzeugindustrie wider. „Schon 1909 gründeten Bergische und Thüringer Hersteller einen Vorgängerverband des heutigen FWI“, so Langelüddecke. Der FWI in seiner heutigen Form wurde 1951 neu gegründet.
Das Deutsche Werkzeugmuseum Remscheid im Internet: http://www.werkzeugmuseum.org
Ansicht der Sonderausstellung: Ausstellung-Jubilaeumsfirmen-Werkzeugmuseum-2010.JPG
Ausstellungsbroschüre: Jubilaeumsfirmen-Werkzeugmuseum-2010.pdf
Präsentation von Henner Blecher (August Blecher KG) anläßlich der Eröffnung der Ausstellung am 24. Juni 2010: Ausstellungseroeffnung-Henner-Blecher24062010.JPG
Veröffentlicht am: 2010-06-28
Die Aktivitäten und Angebote des FWI (Fachverband der Werkzeugindustrie e. V.) sind auf der Web-Site www.werkzeug.org veröffentlicht. Private Verbraucher und gewerbliche Einkäufer erhalten unter www.werkzeugwarnung.info wichtige Hinweise auf gefährliches Werkzeug. Aktuelle Informationen des FWI und seiner Mitglieder sind unter www.werkzeugnachrichten.de zu finden. Rund 140 Werkzeughersteller mit Produktion in Deutschland sind im FWI organisiert. Führende deutsche Hersteller aus den Bereichen Handwerkzeug, Maschinenwerkzeug sowie Baubefestigungstechnik gehören dem FWI an. Die Erhaltung der breiten Vielfalt an deutschen Werkzeugherstellern, die Beibehaltung eines fairen Wettbewerbs sowie die Stärkung des Produktionsstandortes Deutschland sind vorrangige Ziele des Verbandes. Das Verbandszeichen „Deutsches Werkzeug - made in Germany“, das der FWI im Namen aller deutschen Hersteller, die sich den strengen Kriterien dieses Signets unterwerfen, bewirbt, ist ein Beispiel dafür. Werkzeug „made in Germany“ ist mehr als nur erstklassige Qualität, wie 2008 der FWI mit seiner Kampagne „Pluspunkt made in Germany“ nachwies. Als „Sprachrohr der Werkzeugindustrie“ in den Gremien auf nationaler und internationaler Ebene sowie gegenüber der Öffentlichkeit steht der FWI in der Pflicht.
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Rainer Langelüddecke, Geschäftsführer FWI
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